Krankheitsvergütung

Die Krankheitsvergütung der Gehaltskasse ist eine Einrichtung, die Betrieben einen Teil der Belastung abnimmt, die aus einer längeren Erkrankung von Dienstnehmern oder des Dienstgebers resultiert.

Was ist zu beachten?

Damit überhaupt die Möglichkeit für eine Krankheitsvergütung besteht, muss eine Erkrankung länger als sieben Kalendertage dauern. Dies gilt sowohl für Erkrankungen des Dienstgebers als auch für Erkrankungen von angestellten Apothekern. Der Nachweis für die Erkrankung erfolgt durch die sozialversicherungsrechtliche Krankschreibung bzw. bei Dienstgebern durch eine ärztliche Bestätigung.

Was sind die weiteren Voraussetzungen für eine Krankheitsvergütung?

Grundsätzlich muss für den Erkrankten ein Vertreter eingestellt werden, wobei die Höhermeldung einer bereits in der Apotheke beschäftigten pharmazeutischen Fachkraft für die Dauer der Erkrankung der Einstellung eines Krankenvertreters gleichzuhalten ist. Ob der Vertreter durch die Stellenvermittlung der Gehaltskasse gefunden wurde oder von der Apotheke selbst, macht keinen Unterschied. Für die Anmeldung, Ummeldung und auch die Abmeldung eines Krankenvertreters verwenden Sie bitte die dafür vorgesehenen Formblätter oder nutzen Sie die bereitgestellten elektronischen Meldeformulare im e-Serviceportal der Gehaltskassen-Homepage.

Was wird dann genau vergütet?

Bei Erkrankung eines Dienstnehmers können die Umlage und die betrieblichen Mitgliedsbeiträge für den Krankenvertreter solange und in dem Ausmaß vergütet werden, als der Erkrankte Anspruch auf (teilweisen) Fortbezug seines Entgeltes hat. Wird ein Riskenausgleicher als Krankenvertreter eingestellt, so wird jener Betrag vergütet, der bei Besoldung des Riskenausgleichers durch die Gehaltskasse als schemamäßiger Bezug zur Auszahlung käme. Die Vergütung erfolgt höchstens im Ausmaß der gemeldeten Dienstleistung des Erkrankten. Wird für einen erkrankten Aspiranten (Volldienst) ein Krankenvertreter im Dienstausmaß von 5/10 oder mehr eingestellt, so erfolgt eine Vergütung von 5/10. Wird ein Krankenvertreter in einem niedrigeren Dienstausmaß eingestellt, erfolgt die Vergütung im Dienstausmaß des Vertreters. Wird ein Krankenvertreter für einen erkrankten Dienstgeber eingestellt, so kann die Vergütung nach den gleichen Grundsätzen für höchstens 77 Kalendertage pro Kalenderjahr gewährt werden.

Was ist das sogenannte Mehrleistungspauschale?

Wenn trotz Einschaltung der Stellenvermittlung der Gehaltskasse kein Krankenvertreter gefunden werden kann, gebührt das sogenannte Mehrleistungspauschale. Das Mehrleistungspauschale beträgt höchstens 50 % jenes Betrages, der bei Einstellung eines Krankenvertreters an Umlagenvergütung angefallen wäre und wird im Einzelfall in der Höhe gewährt, als Beträge an Dienstnehmer im Volldienst für deren Mehrarbeit tatsächlich ausbezahlt wurden. Der Erhalt dieser Beträge muss vom jeweiligen Dienstnehmer bestätigt werden. Erfolgt die Mehrarbeit durch ein Mitglied der Abteilung der Dienstgeber, beträgt das Mehrleistungspauschale 25% der möglichen Umlagenvergütung.

Gibt es eigene Formulare und eine Frist zu beachten?

Für die Krankmeldung und die Anforderung eines Krankenvertreters hat die Gehaltskasse Formulare aufgelegt, ebenso für die Gesundmeldung und das Ansuchen um Krankheitsvergütung. Die Formulare enthalten ausführliche Erläuterungen zur richtigen Vorgangsweise und können von unserer Homepage heruntergeladen werden. Ansuchen um Krankheitsvergütung müssen innerhalb eines Jahres ab Ende der Vertretung bzw. ab Ende des Krankenstandes gestellt werden, je nach dem welcher Zeitpunkt früher eintritt.

 

Nähere Informationen:

E-Mail: kataster@gk.or.at
Tel: +43 1 40414 DW 263-270

Links zu diesem Thema:

Allgemeine Meldebestimmungen
Gehalt
Krankheit - allgemein
Formular: Krankheitsvergütung
Formular: Meldung eines Krankenstandes inkl Gesundmeldung