Leistungen der Gehaltskasse bei Geburt eines Kindes

Im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes gibt es für angestellte ApothekerInnen eine Vielzahl von Leistungen der Gehaltskasse.

Wie erfährt die Gehaltskasse von der Geburt eines Kindes einer angestellten Apothekerin oder eines angestellten Apothekers?

Die Meldung der Geburt des Kindes obliegt der Dienstnehmerin oder dem Dienstnehmer selbst. Bei angestellten Apothekerinnen erfährt die Gehaltskasse in der Regel spätestens mit Beginn der Mutterschutzfrist vom Vorliegen einer Schwangerschaft. Der Apothekenbetrieb muss der Gehaltskasse die Diensteinstellung melden, damit nicht weiter Gehaltskassenbezüge ausbezahlt und Umlagen oder Riskenausgleichsbeiträge vorgeschrieben werden.

Welche Nachweise bzw. Unterlagen müssen der Gehaltskasse vorgelegt werden?

Die Geburt wird durch die Vorlage der Geburtsurkunde nachgewiesen, die sonst eventuell notwendigen Unterlagen sind in der Folge jeweils bei der einzelnen Leistung der Gehaltskasse angeführt.

  • Geburtskostenzuschuss:

Voraussetzung für den Geburtskostenzuschuss ist lediglich, dass im Zeitpunkt der Geburt die Mitgliedschaft zur Gehaltskasse in der Abteilung der Dienstnehmer bestand. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage der Geburtsurkunde. Dienstnehmerinnen erhalten den Geburtskostenzuschuss sobald sie neben der Geburtsurkunde auch eine Bestätigung der Krankenkasse über die gesamte Dauer Ihres Wochengeldbezuges vorgelegt haben. Sind beide Eltern durch die Gehaltskasse besoldet oder Riskenausgleicher, erhält trotzdem nur ein Elternteil einen Geburtskostenzuschuss.

  • Kinderzulage:

Sobald die Dienstnehmerin nach Ende der Mutterschutzfrist bzw. des Karenzurlaubes den Dienst wieder aufnimmt und durch die Gehaltskasse besoldet wird, gebührt eine Kinderzulage. Ist der Vater besoldeter Apotheker, so gebührt ihm die Kinderzulage (bei rechtzeitiger Meldung) ab dem Monat der Geburt des Kindes.
Voraussetzung für die Gewährung der Kinderzulage ist, dass für das Kind die staatliche Familienbeihilfe ausbezahlt wird, unabhängig davon, wer die Familienbeihilfe bezieht. Das ist durch Vorlage einer entsprechenden Bestätigung des Finanzamtes nachzuweisen. Sind beide Elternteile durch die Gehaltskasse besoldet, erhalten auch beide die Kinderzulage.

  • Dienstzeitanrechnung:

Die Zeit eines allfälligen Karenzurlaubes wird auf Ansuchen für die Vorrückung in höhere Bezüge angerechnet. Das Ausmaß dieser Dienstzeitanrechnungen kann insgesamt zwei Jahre nicht überschreiten.
Die Zeit der Mutterschutzfrist wird für die Vorrückung automatisch mitberücksichtigt, sofern ein aufrechtes Dienstverhältnis vorliegt. Nur wenn während des Bezuges von Wochengeld kein aufrechtes Dienstverhältnis vorliegt, kann die Zeit auf Ansuchen für die Vorrückung angerechnet werden.
Die dafür zu leistenden Anrechnungsbeträge sind unterschiedlich hoch. Ein Monat Mutterschutzfrist kostet 1% der Umlage, ein Monat Karenzurlaub 0,5% der Umlage. Als Bestätigung dienen in der Regel Nachweise über den Erhalt von Wochengeld und Karenzgeld bzw. Kindergeld.

  • Haushaltszulage:

Nicht in direktem Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes steht die Haushaltszulage. Die Haushaltszulage gebührt ua nicht verheirateten besoldeten Mitgliedern der Gehaltskasse in dessen Haushalt ein Kind wohnt, für das dem Dienstnehmer die Kinderzulage gebührt.

 

Nähere Informationen:

E-Mail: kataster@gk.or.at
Tel: +43 1 40414 DW 263-270

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