Richtlinie Abfertigungsvergütung

Die Gehaltskasse kann die Vergütung der Umlagenvorschreibung für den im ansuchenden Betrieb erworbenen gesetzlichen Abfertigungsanspruch pharmazeutischer Dienstnehmer in jenen Fällen übernehmen, in denen wegen Erreichung des pensionsfähigen Alters, wegen Inanspruchnahme einer gesetzlichen Gleitpension oder wegen Übertrittes in den vorzeitigen Ruhestand das Dienstverhältnis einvernehmlich oder durch Kündigung des Dienstgebers oder des Dienstnehmers aufgelöst wurde oder in denen das Dienstverhältnis durch Eintritt der Invalidität oder durch den Tod des pharmazeutischen Dienstnehmers endet.

Die Apothekenbetriebe, die die Abfertigungsvergütung in Anspruch nehmen, sind grundsätzlich verpflichtet, für den in Ruhestand tretenden oder durch Tod ausscheidenden pharmazeutischen Dienstnehmer eine neue pharmazeutische Fachkraft im gleichen Dienstausmaß – mindestens für die der Anzahl der Abfertigungs-Monatsentgelte entsprechende Dauer – einzustellen. Von dieser Verpflichtung kann in besonders begründeten Ausnahmefällen abgesehen werden, wobei neben arbeitsmarktpolitischen Aspekten, insbesondere die gegebenen betrieblichen Möglichkeiten bezüglich des Gesamtdienstausmaßes der beschäftigten pharmazeutischen Fachkräfte, zu berücksichtigen sind.


Bei Inanspruchnahme einer gesetzlichen Gleitpension durch einen Dienstnehmer, der weiterhin im ansuchenden Betrieb in einem geringeren Dienstausmaß als bisher tätig ist, gilt dieser Umstand im Ausmaß des weiter bestehenden Dienstausmaßes als teilweise Erfüllung der Verpflichtung der Einstellung eines Nachfolgers. Wird als Nachfolger ein Aspirant eingestellt, wird dieser mit der Hälfte des gemeldeten Dienstausmaßes als Nachfolger akzeptiert.

Ansuchen müssen innerhalb eines Jahres nach Anfall der Abfertigung gestellt werden.

Über die Zuerkennung der Abfertigungsvergütung im Einzelfall entscheiden die Obmänner.